Tierschutz
- Tierheim Iserlohn
Am Donnerstagmorgen fanden Tierheimmitarbeiter eine völlig verängstigte Jack-Russel-Hündin am Eingang des Tierheims.
Wie die WAZ berichtet, ist das etwa vierjährige Tier sehr abgemagert und völlig verängstigt.
Dieser Jack Russel Terrier ist NICHT der aus Iserlohn!
Doch das Schicksal der kleinen Hündin ist leider kein Einzelfall.
Hunde, Kaninchen, Katzen, Meerschweinchen, Reptilien – hunderte Tiere wurden in ganz Deutschland über Weihnachten und Silvester von ihren Besitzern ausgesetzt.
Dabei verstößt das Aussetzen von Tieren gegen das Tierschutzgesetz.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN kritisiert die umsichgreifende Wegwerf-Mentalität und fordert die Bevölkerung dazu auf, mehr Verantwortungsgefühl zu zeigen.
„Ein Hund ist kein altes Kaugummi, dass man einfach in die nächste Mülltonne werfen kann. Das Aussetzen von Tieren verstößt gegen das Tierschutzgesetz“, betont Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN.
„Die Tiere sterben meist grausam an Hunger oder Krankheiten, erfrieren oder werden zum Opfer von Tierquälern.“
Wer ein Heimtier bei sich aufnimmt, trägt die Verantwortung für sein Wohlergehen.
„Jeder muss sich im Vorfeld darüber klar werden, dass die Versorgung eines Heimtieres Zeit und Geld kostet.
Wir rufen alle Menschen zu mehr Respekt vor anderen Lebewesen auf.“
Wer sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung eines Heimtieres entschieden hat, solle sich zunächst in Tierheimen umschauen.
Dort warten viele kleine und große Vierbeiner auf ein liebevolles Zuhause.
„Kaufen Sie niemals ein Tier aus Mitleid, und lassen Sie sich nicht auf Schnäppchen im Internet oder in Zeitungsinseraten ein“, warnt Dr. Stephany.
Hinter vielen „Sonderangeboten“, insbesondere für Rassewelpen, verbirgt sich oftmals ein grausames Geschäft.
Weitere Informationen finden Sie auf www.vier-pfoten.de.
VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien.
Seit 1988 setzt sich die Organisation mit gezielter Projektarbeit und langfristig angelegten Kampagnen für den Tierschutz ein.
Grundlagen dafür sind fundierte Recherchen einschließlich wissenschaftlicher Expertise sowie intensives nationales und internationales Lobbying auf politischer und gesetzlicher Ebene.
Nationale und internationale Hilfsprojekte sorgen für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg
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- 200 neue Hühnermastanlagen
Trotz Protesten von zahlreichen lokalen Bürgerinitiativen planen Investoren dieses Jahr den Bau von 200 neuen Hühnermastanlagen in Niedersachsen.
Dies geht aus einer aktuellen Anfrage der Grünen im Niedersächsischen Landtag hervor.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN übt jetzt heftige Kritik an den geplanten Anlagen.
Den Investoren ginge es nur um Profit, zigtausendfache Tierquälerei sei vorprogrammiert.
VIER PFOTEN fordert eine landesweite Änderung im Baurecht.
Der Bau von Mastanlagen dürfe nicht länger privilegiert werden.
Zudem müsse das bestehende Brandschutzrecht bei Genehmigungsverfahren strenger kontrolliert werden.
Noch immer sterben jedes Jahr tausende Tiere bei Bränden, weil Bauherren ungestraft auf Brandschutzmaßnahmen verzichten.
„Hühner werden in der Geflügelindustrie wie Autos am Fließband produziert und geschlachtet.
Der Bau immer neuer Mastanlagen muss endlich aufhören“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN.
Hühner werden meist in fensterlosen Hallen gehalten, sie sehen niemals das Sonnenlicht.
Standard ist, das 18 oder mehr Hühner auf einem Quadratmeter leben, und ihr Leben lang auf ihrem eigenen Kot stehen.
Bereits nach 35 Tagen erreichen die Hühner mit 1,8 kg ihr sogenanntes „Schlachtgewicht“.
Beim Schlüpfen wiegt das Küken nur 40 Gramm.
Diese extreme Gewichtszunahme kann nur durch Qualzuchten erreicht werden, kritisiert VIER PFOTEN.
Die Hühner sind darauf gezüchtet, so schnell wie möglich zuzunehmen.
Als Folge brechen die Tiere oft unter ihrem eigenen Gewicht zusammen, entwickeln missgebildete Fußballen, können nicht mehr laufen.
Aufgrund der extremen Leistungszucht und der schlechten Haltungsbedingungen sterben schon vor der Schlachtung allein in Deutschland pro Jahr 30 bis 45 Millionen Tiere.
Sie werden als „Abfall“ entsorgt.
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg
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- Daunen aus brutaler Stopfmast
Der Jackenhersteller Patagonia schmückt sich mit einem Öko-Image.

Doch von Nachhaltigkeit ist bei der Daunenbeschaffung keine Spur.
Die Daunen stammen aus der Stopfleberproduktion, die in Deutschland und in Patagonias Heimatstaat Kalifornien als Tierquälerei verboten ist.
Stopfleberproduktion bedeutet Tierquälerei, Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung.
Patagonia weiß darüber Bescheid – und macht trotzdem weiter.
Bereits vor einem Jahr machte die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN Patagonia auf die traurige Daunenherkunft aufmerksam.
„Patagonia hatte gegenüber VIER PFOTEN angekündigt, in Zukunft auf Stopfdaunen verzichten zu wollen.
Offenbar war eine ferne Zukunft gemeint, denn Patagonia will weiterhin Daunen aus der Stopfleberproduktion verwenden“, so Marcus Müller, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN.
Das heißt, dass in Jacken von Patagonia Daunen stecken, die von Tieren stammen, die häufig in Käfighaltung leben und bis zu drei mal täglich mit Gewalt gestopft werden.Die Tiere werden durch die Zwangsmast todkrank, manche Tiere sterben noch während der Mast an Atemnot, Organversagen oder Verletzungen.
Auch die Umwelt und Menschen haben zu leiden: Die Unmengen von ätzenden Fäkalien verschmutzen die Umwelt, der wertvolle Mais wird für die dekadente Foie Gras (Fettleber) massenweise verschwendet, während weltweit Menschen hungern.
Der kritische Kunde hat keine Chance, bei den Jacken die Ware aus der Stopfleberproduktion zu erkennen.Eine Kennzeichnung der Herkunft soll es auch in Zukunft nicht geben.
Auf diesen Missstand angesprochen, teilte Patagonia mit, dass ein Etikett mit der Kennzeichnung aus Umweltschutzgründen nicht sinnvoll wäre.
„Mit den Stopfdaunen verwendet Patagonia Daunen aus der schlimmsten Tiermast der Welt.
Offenbar sind Patagonia Tiere, Natur und die Kunden in Wirklichkeit ziemlich egal, Hauptsache die Daunen werden nicht knapp“, so Marcus Müller.
VIER PFOTEN fordert Patagonia auf, die Verwendung von Daunen aus Stopfleberproduktion sofort einzustellen und die bereits gelieferte Ware mit einem eindeutigen Warnhinweis zu kennzeichnen.
„Wir finden, dass Patagonia auf die Jacken schreiben sollte, dass die Daunen aus in Deutschland illegaler Produktion stammen, gerne auch mit dem Bild einer gestopften Gans auf Recyclingpapier“, so Müller abschließend.
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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- Rettungsprojekt für ukrainische Streunerhunde
Nach den vielen Berichten über das massenhafte Vergiften, Erschlagen und sogar Verbrennen von Streunerhunden im Vorfeld der Fußball-EM 2012 in der Ukraine gab es ein schnelles Bekenntnis von Seiten der Politik – die Hundetötungen wurden offiziell verboten.

Nun hat die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN eine Vereinbarung für ein groß angelegtes Sterilisations- und Impfprojekt für die Streunerhunde mit der Stadt Lemberg, Austragungsort von mehreren EM-Spielen, getroffen.
In der Ukraine gibt es viele zehntausende, wahrscheinlich mehrere hunderttausende Straßenhunde.
Bis vor kurzer Zeit wurden die Hunde einfach eingefangen und dann – meist grausam – getötet.
Doch die Anzahl der herrenlosen Tiere konnte dadurch nicht vermindert werden.
Die einzige humane und nachhaltige Methode die Hundepopulation zu verringern sind breit angelegte Sterilisationsprogramme.
Dadurch wird eine weitere Vermehrung der Tiere verhindert.
Zusätzlich werden die Hunde gegen Tollwut geimpft und in einer Datenbank registriert.
„Wir haben nun einen Vertrag mit der Stadtregierung Lemberg geschlossen, damit VIER PFOTEN die Streunerhunde der Stadt sterilisieren kann.
Außerdem werden lokale Tierärzte geschult und es gibt ein langfristiges Konzept zur Regulierung der Streunerpopulation“, so Helmut Dungler, Gründer und Stiftungspräsident von VIER PFOTEN.
„Damit wird das Problem der Überpopulation nachhaltig gelöst, und zwar ganz im Sinne des Tierschutzes.“
Sobald es die Temperaturen zulassen, werden geschulte VIER PFOTEN-Teams die Straßenhunde einfangen, medizinisch behandeln und sterilisieren.
Danach werden die Tiere gegen Tollwut und andere Krankheiten geimpft und dann in ihren Revieren wieder freilassen.
Die Vereinbarung mit der Stadt Lemberg sieht vor, dass alle Hunde der Stadt so behandelt werden, um die Population zu regulieren.
„Das ist ein großer Schritt für den Tierschutz in der Ukraine.
Ich hoffe, dass sich bald weitere Städte für Sterilisationsprogramme entscheiden“, schließt Dungler.
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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Foto: VIER PFOTEN Projektleiterin Iona Dungler (2.v.r.) und Oleh Synyutka, Erster Bürgermeister-Stellvertreter (2.v.l.) bei der Unterzeichnung. Wien, 16.12.11.
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- Braunbärin Rosa gerettet
Braunbärin Rosa muss nie wieder in ihren 4 x 4 Meter großen Käfig zurück.

Die international tätige Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat die 5 Jahre alte Bärin gestern in das Bärenschutzzentrum im ukrainischen Nationalpark Synevyr überführt.
Ihr bisheriges Leben verbrachte Rosa in einem winzigen Gehege nahe einer Tankstelle.
Dort musste sie zur Belustigung von Passanten Tricks aufführen.
Im Schutzzentrum Synevyr, das am vergangenen Dienstag eröffnet wurde, erwartet die Bärin nun ein artgerechtes Leben.
Nach Informationen von VIER PFOTEN befinden sich in der Ukraine derzeit 40 Braunbären in tierquälerischer Privathaltung.
Die Bären werden in Restaurants, Hotels, Tankstellen und Privatzoos gefangen gehalten.
Oftmals müssen die Tiere Wodka trinken, werden daher auch als „Wodka-Bären“ bezeichnet.
VIER PFOTEN hat Anfang der Woche ein Abkommen unterzeichnet, das dem ukrainischen Umweltministerium Unterstützung bei der Rettung der misshandelten Bären zusichert.
„Rosas früherer Besitzer hat die Bärin freiwillig abgegeben“, betont Dr. Amir Khalil, Projektleiter bei VIER PFOTEN.
Nur zwei Tage Verhandlung waren nötig, um den Tankstellenbesitzer davon zu überzeugen, dass es Rosa in der Bärenstation besser gehen würde.
In ihrem winzigen Käfig hatte Rosa nicht genügend Bewegung und keinerlei Beschäftigung.
„Das monotone Leben im Käfig bedeutet unglaubliche Quälerei für einen Bären“, sagt Dr. Khalil.
Auch die Ernährung der 150kg schweren Bärin war bisher mehr als mangelhaft: oft erhielt sie Süßigkeiten, Zucker und Kaffee.
„Rosa ist der erste Braunbär, den wir in der Ukraine gerettet haben.
Wir empfehlen den ukrainischen Behörden, die Haltung von Braunbären in Gefangenschaft komplett zu verbieten.“
VIER PFOTEN unterstützt die Ukraine mit Medikamenten, medizinischem Equipment und einer mobilen Bären-Ambulanz.
Außerdem wird VIER PFOTEN sich um die Ausbildung des benötigten Personals für die neue Bärenrettungsstation kümmern.
Die Tierschutzorganisation betreibt bereits seit dem Jahr 1998 Bärenwälder in Deutschland, Österreich und Bulgarien.
Hier finden Bären aus tierquälerischer Haltung in Zirkussen, Zoos und Privathaltungen ein neues Zuhause.
Durch das Engagement von VIER PFOTEN ist die Haltung von Tanzbären in allen EU-Ländern inzwischen verboten.
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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www.vier-pfoten.de
Foto: Rosa in ihrem 4x4 Meter großem Gefängnis © VIER PFOTENDiesen Beitrag im Forum besprechen
- Nerzkäfige zu klein
VIER PFOTEN erstattet Strafanzeige gegen Pelzfarmbetreiber

Auf der Nerzfarm im mecklenburg-vorpommerischen Güstrow werden Tiere illegal gehalten.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat die Farm darum heute bei einer Protestaktion mit einem Absperr-Transparent symbolisch „geschlossen“.
Außerdem erstattet VIER PFOTEN Strafanzeige gegen den Farmbetreiber, den Vorsitzenden des Zentralverbands Deutscher Pelztierzüchter.
Nach geltender Rechtslage müssen Nerzkäfige auf Pelzfarmen ab heute mindestens 3 m2 Fläche aufweisen.
Alte Käfige von 0,27 m2 Größe sind damit illegal.
Dennoch sind auf der Güstrower Farm heute noch hunderte Tiere in die winzigen Altkäfige gepfercht, die rechtlich vorgeschriebenen Umbauten haben nicht stattgefunden (s. Fotos).
„Diese illegale Farm muss von den zuständigen Behörden sofort still gelegt werden“, fordert Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN.
Fünf Jahre hatten die Pelzfarmen Zeit, um die neuen Haltungsvorgaben für Nerze in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung umzusetzen.
Dennoch geht VIER PFOTEN davon aus, dass die Güstrower Farm kein Einzelfall ist.
Anfragen von VIER PFOTEN bei den für Pelzfarmen zuständigen Veterinärämtern in Deutschland brachten keinerlei Hinweise darauf, dass Farmen ihre Käfige umbauen würden.
„Viele Nerzzüchter ignorieren offenbar die eindeutige Rechtslage, um mit Tierquälerei weiter Geld zu verdienen“, sagt Stephany.
Letzte Woche haben Stichproben bei fünf Nerzfarmen in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gezeigt, dass die Nerze in allen Betrieben noch in die alten Drahtkäfige gepfercht waren.
„Ein Umbau auf die vorgeschriebenen Käfiggrößen ist in so kurzer Zeit nicht möglich, daher werden wir auch diese Farmen wegen zur Anzeige bringen“, erklärt Martina Stephany.
VIER PFOTEN fordert ein bundesweites Verbot der Pelztierhaltung.
In Österreich sind Pelzfarmen bereits seit 1998 verboten, in Großbritannien seit 2000.
In Deutschland gibt es noch circa 20 Nerzfarmen.
Jährlich werden geschätzte 300.000 Nerze für ihr Fell getötet.
Weltweit sterben jedes Jahr circa 100 Millionen Nerze, Füchse, Marderhunde und andere Tierarten nach einem leidvollen Leben auf Pelzfarmen.
Die weltweit gängige Käfighaltung der Wildtiere auf engstem Raum ist tierquälerisch.
Die Farmtiere können ihre arteigenen Verhaltensweisen nicht ausleben und zeigen eine Vielzahl von Verhaltensstörungen.
Durch ständigen Stress kommt es zur Ausbildung von Apathie, Stereotypien, Kannibalismus und Selbstverletzungen.
Bis 2016 müssen deutsche Pelzfarmen weitere rechtsverbindliche Neuerungen umsetzen.
Nerze müssen dann Kletter- und Bademöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, die üblichen Drahtgitter teils durch solide Untergründe ersetzt und die Käfige höher werden.
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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- Ungarn bricht EU-Recht
VIER PFOTEN warnt vor Daunen aus Tierquälerei

Das Rupfen von lebendigen Gänsen für Daunen und Federn ist weltweit als Tierquälerei geächtet und in der EU verboten.
Doch in Ungarn hat die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN dieses Jahr die massive Tierquälerei in mehreren Fällen dokumentiert und angezeigt.
Die Beweisaufnahmen von VIER PFOTEN zeigen tausende kahlgerupfte Gänse, viele Tiere mit blutverkrusteten Wunden. Tote, nacktgerupfte Gänse liegen in Haufen auf dem Boden.
Die Tierschützer haben die Videos umgehend an die ungarischen Behörden und die Daunenindustrie übergeben und zwischen Juli und Oktober 2011 insgesamt drei Betriebe angezeigt.
Doch statt die illegalen Gänserupfer strafrechtlich zu verfolgen, stellten sich die Behörden schützend vor die Täter.
Alle Strafanzeigen von VIER PFOTEN wurden inzwischen eingestellt.
Die Polizei und Veterinärbehörden sehen in den nacktgerupften, verletzten Tieren keinen Rechtsverstoß.
Obwohl VIER PFOTEN auf die Beschlagnahmung der „Blutdaunen“ gepocht hat, verschwanden die Tonnen von Daunen aus dem illegalen Rupf spurlos.
Als Konsequenz fordert VIER PFOTEN nun alle Verbraucher dazu auf, keine Produkte mit Daunen zu kaufen.
„Die aktuellen Fälle zeigen, dass die Daunenindustrie nichts dazugelernt hat“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN.
„Statt die Täter jetzt persönlich vor Ort zu stellen und zur Rechenschaft zu ziehen, bombardiert die Daunenindustrie VIER PFOTEN mit Anwaltspost.“
Ein ausführlicher Fragebogen von VIER PFOTEN an die Daunenlobbyisten blieb bis heute unbeantwortet.
Dass in einem EU Land Behörden ganz offen den Rechtsbruch legitimieren, zeigt nach Meinung von VIER PFOTEN, dass die EU und speziell die EU-Behörde EFSA versagt haben.
Die EFSA hatte vor einiger Zeit für Entsetzen bei Experten und Tierschutz gesorgt, als sie der Branche das „Ausstreichen der Daunen während der Mauser" gewährte.
Offiziell ist die Entnahme von Daunen und Federn bei lebenden Gänsen nur dann erlaubt, wenn es den Tieren keine Schmerzen, Leiden oder Verletzungen zufügt.
„In der Praxis ist das natürlich vollkommen unrealistisch. Die Branche konnte weltweit noch keinen einzigen Betrieb nennen, der seine Daunen nur dadurch gewinnt, dass er den Gänsen während der Mauser die Daunen ausstreift“, kritisiert Stephany.
„Der Mauserrupf wird als Schlupfloch für den Lebendrupf missbraucht.“
Auf die Angaben der Verkäufer beim Kleidungskauf ist dabei keinerlei Verlass, warnt VIER PFOTEN.
Ende 2010 wies die Tierschutzorganisation nach, dass Firmen, die schriftlich versichert hatten, keinen Daunen von lebenden Gänsen zu verarbeiten, genau das taten.
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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- „Wer ein Tier verschenkt, verschenkt ein Leben.“
VIER PFOTEN startet bundesweite Anzeigenkampagne

Jedes Jahr landen tausende von Heimtieren auf dem Gabentisch. Besonders an Festtagen wie Weihnachten sind Mieze, Mops, Maus & Co. beliebte Geschenke.
Während die Freude über den Familienzuwachs anfangs noch groß ist, werden später viele der Vierbeiner im Tierheim abgegeben oder sogar ausgesetzt.
Mit ihrer aktuellen Anzeigenkampagne „Wer ein Tier verschenkt, verschenkt ein Leben“, appelliert die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN an die Verantwortung der Bevölkerung.

Was schenke ich bloß zu Weihnachten?
Wohl jeder kennt das Problem, das Richtige zu finden.
Doch während das bereits vorhandene Buch oder der quietschgelbe Schlafanzug problemlos umgetauscht werden können, sind Tiere von der Rückgabe ausgeschlossen.
Wohin nun mit dem lästigen Vierbeiner?
Bestenfalls landen die einst so geliebten Geschenke im Tierheim, wo sie oft jahrelang ein trostloses Dasein fristen.
Schlimmstenfalls werden sie ausgesetzt oder anderweitig „entsorgt“ – trotz drohender Strafe.
„Das Aussetzen von Tieren kann mit bis zu 25.000 Euro Bußgeld geahndet werden“, sagt Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN.
„Trotzdem passiert es immer wieder.“
Statt des gewünschten Tieres sollte deshalb besser ein Fachbuch geschenkt werden.
So besteht die Möglichkeit, sich gründlich auf den Neuankömmling vorzubereiten und festzustellen, ob das Tier überhaupt in die Familie und zur beruflichen Situation passt.
Unwissenheit schafft bisweilen nicht nur böse Überraschungen für den Halter, sondern auch großes Leid für das Tier.
Thiesmann: „Die überfüllten Tierheime sprechen für sich.“

Der Wunsch nach einem Heimtier geht häufig von Kindern aus.
Doch viele Heimtiere sind für sie nicht geeignet.
Kleinkinder haben noch keine Vorstellung davon, dass sie einem Tier weh tun können, oder dass es sich wehren könnte.
Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass ein Tier kein Spielzeug ist, das nach Belieben geknuddelt und gedrückt werden darf.
Leben Sie Ihrem Kind den respektvollen Umgang mit Tieren vor und erklären sie ihm die artspezifischen Bedürfnisse des neuen Freundes.
Lassen Sie es schrittweise Verantwortung übernehmen, ohne diese jedoch ganz abzugeben.
Wenn Sie und Ihre Familie sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung eines Heimtieres entschieden haben, schauen Sie sich zunächst in Tierheimen um.
Dort warten viele kleine und große Vierbeiner auf ein liebevolles Zuhause.
Kaufen Sie niemals ein Tier aus Mitleid, und lassen Sie sich nicht auf Schnäppchen im Internet oder in Zeitungsinseraten ein.
Hinter vielen „Sonderangeboten“, insbesondere für Rassewelpen, verbirgt sich oftmals ein grausames Geschäft.
„Denken Sie bitte daran, dass ein Tier ein fühlendes Wesen ist, das unseren Respekt und Schutz verdient“, so Thiesmann.„Wenn Sie ein Tier verschenken, verschenken Sie ein Leben.“
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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- Schluss mit dem Zirkus im Bundesrat!
Länder sollen Wildtierverbot am Freitag zustimmen

Morgen wird im Bundesrat offiziell über ein Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkussen abgestimmt.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN appelliert eindringlich an die Ministerpräsidenten der Bundesländer, die vor kurzem im Agrarausschuss mit überwältigender Mehrheit unterstützte Entschließung für ein Verbot nun auch formell zu verabschieden.
Erst vor zwei Wochen stellten sich die Ländervertreter im Agrarausschuss nahezu geschlossen hinter die Initiative Hamburgs für ein Haltungsverbot von Wildtieren in Zirkussen.
„An der Tierschutzmisere in deutschen Zirkussen hat sich seit der letzten Bundesratsabstimmung 2003 nichts geändert“, sagt Thomas Pietsch, Wildtierexperte von VIER PFOTEN.
„Die Argumente für ein Verbot sind überwältigend.
Deshalb fordert VIER PFOTEN die Länder eindringlich auf, den Verbotsantrag auch im Bundesratsplenum am 25. November zu unterstützen.
Ein klares Votum der Länder für das überfällige Verbot wäre ein deutliches Zeichen an das Bundesverbraucherministerium, endlich seine jahrelange Blockadehaltung aufzugeben.“
Bundesministerien Aigner verweigert sich seit Jahren einer Verbotslösung und ignoriert die katastrophale Lage von Wildtieren in Zirkusunternehmen.
Wildtiere leiden im Zirkus unter extrem mangelhaften Haltungsbedingungen, ständigen Transporten und artfremden Kunststücken.
Winzige Käfige, Wasserbecken und Außengehege – und bei den Elefanten stundenlange Ankettung – bieten den Tieren nur ungenügende Bewegungsmöglichkeiten.
Viele Tiere zeigen deutliche Verhaltensstörungen: Stereotypien, Aggressionen oder Apathie.
Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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- Mehr Sicherheit für Heimtiere?
Kieler Landespolitiker wollen Jagd auf Katzen und Hunde verbieten

Jagd auf Katzen und Hunde wird in Schleswig-Holstein schon bald verboten, wenn es nach dem Willen der Grünen und Linken im Landtag geht.
Dies berichteten die Lübecker Nachrichten am Dienstag.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN begrüßt das Engagement der Kieler Landespolitiker.
Durch die Novellierung des Jagdgesetzes könnte tausendfaches Tierleid verhindert werden.
Jäger in Deutschland töten Jahr für Jahr über 400.000 Katzen.
In Schleswig-Holstein waren es 2010 bis zu 6.700 Katzen.
Grundlage dafür ist die Jagdgesetzgebung, welche den Abschuss seit etwa 60 Jahren weitgehend unverändert ermöglicht.
Weder die Einführung des Tierschutzgesetzes noch die Berücksichtigung des Tierschutzes im Grundgesetz haben bisher darauf Einfluss gehabt.
Befindet sich eine Katze mehr als 200 bis 300 Meter (je nach Bundesland) vom Haus entfernt, ist es legal sie als wilderndes Haustier zu töten.
Ob die Katze tatsächlich gerade ein Wildtier wie z. B. einen Hasen oder ein Rebhuhn verfolgt hat, ist dabei egal.
VIER PFOTEN spricht sich vehement gegen den Abschuss von Heimtieren aus.
Die Tierschützer fordern eine grundlegende Novellierung des Jagdgesetzes in allen Bundesländern.
„Den Jägern geht es beim Abschuss von Katzen nicht um den Artenschutz, sondern allein um die Lust am Töten“, ist Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN überzeugt.
„Niemand sollte das Recht haben, fühlende Lebewesen als Freizeitvergnügen zu verletzen oder zu töten.“
Katzen werden meist in Fallen gejagt, mit Jagdhunden gehetzt oder einfach abgeschossen.
VIER PFOTEN appelliert an alle Heimtierhalter, wachsam zu sein.
Sollten Sie eine Falle finden oder ihr eigenes Tier vom Jäger angeschossen oder getötet werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden: Melden Sie sich umgehend bei der zuständigen Behörde, dem örtlichen Tierschutzverein oder der Presse und erstatten Sie Strafanzeige.
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